Azubi-Gottesdienst im Michel: Mit „Feuer und Flamme“ für die Ausbildung
„Wofür brennt dein Herz? Was macht dir Freude? Warum habe ich mich gerade für diese Ausbildung entschieden?“ Mit diesen Fragen hatten sich fünf junge Menschen zwischen 17 und 23 Jahren im Vorfeld des Azubi-Gottesdienstes beschäftigt. Am 27. August gaben sie im gut besuchten Michel ganz persönliche Einblicke in ihre Gedanken, Erfahrungen und ihre Motivation für ihren Ausbildungsweg.
Da ist zum Beispiel Anna Maria (22), die eine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement macht und sich besonders für den Bereich Personalmanagement begeistert: „Ich mag es, jeden Tag vor neue, kleine Herausforderungen gestellt zu werden und hierbei zu wachsen.“
Waris und Diyar haben sich für die Ausbildung zum Pflegefachmann entschieden, weil sie etwas Sinnvolles tun und andere Menschen in schwierigen Situationen unterstützen möchten. Diyar freut sich besonders über die Momente, in denen seine Arbeit dazu beiträgt, dass es einem Patienten besser geht.

Für die sprechende Sarina (23, in der Ausbildung zur Erzieherin) ist es eine Bereicherung, Kinder in ihrer Entwicklung zu begleiten – und dabei selbst immer wieder die Welt ein Stück weit mit Kinderaugen zu entdecken.

Leonie (17) hat sich für die Ausbildung zur Bestattungsfachkraft entschieden. Sie möchte Menschen, die einen geliebten Menschen verloren haben, dabei unterstützen, einen Abschied zu gestalten, der zu ihnen passt.
Bischöfin Kirsten Fehrs zeigte sich beeindruckt von den persönlichen Statements der Auszubildenden. Sie wünschte ihnen, dass sie sich ihr Vertrauen und ihr Selbstvertrauen bewahren – mit der Unterstützung von Ausbilder, Eltern und Freund und nicht zuletzt mit Gottes Hilfe.

In ihrer Ansprache machte sie zugleich deutlich: Trotz der rasanten Veränderungen in der Arbeitswelt, etwa durch Künstliche Intelligenz, bleibt menschliche Arbeit von unschätzbarem Wert. „Aber Menschen mit ihren Gefühlen, ihrer Liebe, ihrer Zuwendung, ihrer Wärme – sie werden nicht überflüssig. Unsere Gesellschaft braucht euch und euer Herz, euren Einsatz, eure Energie, euer Feuer! Keine Maschine hält eine Hand. […] Keine Maschine findet das richtige Wort für eine Mutter, deren Kind gestorben ist. Keine Maschine tröstet ein Kind, das im Sandkasten weint. Das alles könnt ihr.“
Zuvor hatte Staatsrätin Katharina von Fintel, die Hamburgs Schulsenatorin Ksenija Bekeris vertrat, in ihrem Grußwort den Jugendlichen dafür gedankt, sich für eine Berufsausbildung entschieden zu haben. Eine Ausbildung sei immer auch der Einstieg in eine berufliche Entwicklung. Zugleich dankte sie den Ausbilder*innen, denn diese hätten eine besondere Rolle. Neben der Wissensvermittlung sind sie auch Begleiter*innen im beruflichen Alltag für die Auszubildenden. Azubis wie Ausbildungsverantwortliche würden in den Betrieben und Einrichtungen ihren Teil dazu beitragen, damit Hamburg funktioniert.

Auch in diesem Jahr war die Musik der Jugendband St. Michaelis unter der Leitung von David Baaß ein besonderer Höhepunkt des Gottesdienstes.
Viele der Gäste folgten anschließend der Einladung zum Get-together. Bei kühlen Getränken und Fingerfood wurde geredet, gelacht und genetzwerkt. Die gute Stimmung aus dem Gottesdienst war dabei deutlich zu spüren – ein rundum gelungener Ausklang bei bestem Wetter.
Ein herzliches Dankeschön gilt allen, die diesen besonderen Gottesdienst möglich gemacht und mit ihrem Engagement, ihrer Zeit und ihren Ideen zum Gelingen beigetragen haben.
Auch 2027 gibt es Gottes Segen für die Ausbildung:
Donnerstag, 26. August 2027, 17 Uhr – Save-the-date!
Fotos Bildergalerie: ©DINGSFILM